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von Kerstin Wiesauer 13.02.2023
Ausflugstipps  / Wandern  / Brauchtum & Tradition  / Aktiv & Natur

Märchenhafte Kraftplätze

im Salzkammergut

Manchmal fällt es schwer, die Hektik und Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen. Weil sie unsere Gedanken beherrschen, uns das Herz schwer machen und echte Krafträuber sind. Doch es gibt ein Gegenmittel: Kraftplätze. Sie sind wahre Energie-Tankstellen, denn sie tun unserer Seele gut, heitern uns auf und machen uns optimistisch. Dadurch gewinnen wir wieder an Kraft und können uns den Herausforderungen des Lebens viel besser stellen.

 

Poxrucker Sisters at Feuerkogel, (c) MTV Ferienregion Traunsee, Karl Heinz Ruber
Latschenlabyrinth, (c) Traunsee Touristik GmbH
Familie im Latschenlabyrinth, (c) Traunsee Touristik GmbH

Doch was macht eigentlich einen Kraftplatz aus? Es sind stille Orte mitten in der Natur, mit einem Hauch Mystik oder auch einer besonderen Vergangenheit. Wir fühlen uns dort auf Anhieb wohl und spüren, wie uns neue Energie durchfließt. Drei der schönsten Kraftplätze im Salzkammergut stellen wir nachfolgend vor.

Der Feuerkogel

 
Eigentlich ist der mächtige Feuerkogel ein einziger Kraftplatz. Immerhin ist er der sonnenreichste Punkt Oberösterreichs und obendrein auch noch berühmt für seinen grandiosen 360-Grad-Weitblick. Dennoch gibt es hier oben zwei Plätze, die etwas ganz Besonderes sind, die uns berühren und elektrisieren, uns staunen und innehalten lassen. Plätze, die wir mit allen Sinnen genießen können und die uns innere Ruhe und Gelassenheit schenken. Der erste Kraftplatz ist das Europakreuz. Es thront in einer majestätischen Lage auf dem Aussichtskanzel Alberfeldkogel und schenkt uns fantastische Panoramablicke auf die Berggipfel des Salzkammergut, die Langbathseen und den Traunsee.

ber 100 Schülerinnen und Schüler fertigten es aus einzelnen Würfeln an, wobei jeder Würfel für einen Mitgliedstaat der EU steht. Ein Bauwerk mit einer enormen Symbolik, denn so wie jeder Würfel stark genug sein muss, um das Europakreuz stabil zu halten, so muss auch jeder Staat der EU genug Stabilität besitzen, um Europa zu tragen. Darüber hinaus steht das Kreuz für Werte wie Einheit und Gleichheit. Wer hier oben steht, fühlt sofort die magische Aura, die von dem Kraftplatz ausgeht.

Ein weiterer Kraftplatz auf dem Feuerkogel ist das Latschen-Labyrinth. Das liegt nicht nur an den verschlungenen und geheimnisvollen Pfaden, sondern auch an dem intensiven Kiefernduft. Das würzige Aroma lässt uns so richtig durchatmen, es belebt die Sinne und macht den Kopf frei. Nehmen Sie sich ganz bewusst Zeit für den Irrgarten, den Mutter Natur so wunderbar geschaffen hat!

Und noch ein Extratipp: Die Gassel-Tropfstein Ebensee, ein berauschendes unterirdisches Naturjuwel mit wunderschön beleuchteten Tropfsteingebilden!

Johannesberg und Baalstein


Der Johannesberg ist ein bewaldeter Felsen, der sich scheinbar in den Traunsee geschoben hat, und ein uralter Kultboden. Niemand weiß genau, wann die gleichnamige alte Kapelle auf dem Felsen erbaut wurde. Fest steht aber, dass es sich um einen mystischen Ort handelt. Wie es heißt, soll der umliegende Wald Heiligtümer beschützen. Er besteht vorwiegend aus Eiben, der ältesten Baumart Europas, die ein Sinnbild für urwüchsige Kraft, aber auch für Tragik ist.

Auch der Baalstein bei Traunkirchen ist eine Kultstätte. Oft kann er in völliger Einsamkeit genossen werden. Überlieferungen zufolge diente der vorhängende Fels in vorchristlicher Zeit als heimliche Totengedenkstätte. Davon zeugen auch verschiedene historische Steinritzungen.

Ähnlich mystisch ist der Kalvarienberg in Traunkirchen mit seinen Kapellen. In der Hauptkapelle bewundern Besucher kostbare alte Wandbilder sowie eine barocke Kreuzigungsgruppe. Der Blick auf Traunkirchen, den See und die Berge ist von hier oben einfach unbeschreiblich!

Kleiner Sonnstein


Der Kleine Sonnstein bei Traunkirchen ist zwar „nur“ 923 Meter hoch, aber ein faszinierender Kraftplatz, und das nicht nur wegen seiner herrlichen Aussicht auf die Berg- und Seekulisse. Früher soll es auf seinem Gipfel nämlich einen Altar gegeben haben und es wurden viele Bräuche gepflegt. Wie es heißt, verbrannten die Menschen als Opfergabe Apfelblüten. In früheren Zeiten bezeichneten Einheimische aus der Region Äpfel als „Apfalterer“. Dies weist möglicherweise auf den Begriff Apfelaltar hin. Heute finden hier oben noch immer Sonnenwendfeiern statt.

Nicht ohne Grund, denn der Kleine Sonnstein übt eine einzigartige Anziehungskraft aus und zieht Besucher in seinen Bann.

über den Autor

Kerstin Wiesauer

Kerstin Wiesauer ist als Direktrice im Hotel Post am See tätig.

Die Abwechslung zwischen den organisatorischen Tätigkeiten und dem Gästekontakt macht ihr große Freude. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in der Natur des schönen Salzkammergutes oder bei Unternehmungen mit ihren Freunden.