Wanderung Baalstein mit Geißwand

Avatar of Wolfgang Gröller Wolfgang Gröller - 26.09.2018 - Wandern

Blick vom Baalstein Richtung Norden

Endlich Herbst. Die Tage werden merklich kürzer und das bedeutet man muss mit seiner Zeit sorgsamer umgehen als im Sommer, immerhin hat man im Juni 4 Stunden länger Tageslicht als Ende September.

Um so intensiver kann man den Herbst bei uns genießen. Der oftmalige Wetterwechsel beschert dem Salzkammergut in der goldenen Jahreszeit fantastische Stimmungen und Naturschauspiele.

Heuer ist übrigens auch der Traunsee noch so warm, dass man nach einer Wanderung in den erfrischenden See (heute, am 23. September immerhin noch 19 °C) springen kann.

Wenn die Tage kürzer werden färbt sich auch der Wald schön langsam in sein herbstliches Kleid. In einem Jahr wie heuer, gibt es nicht nur viele Früchte, sondern auch auch der Wald ist sehr ertragreich. Die Schwammerlzeit ist voll angebrochen.

 

Unglaublich wie viele viele Schwammerl und Pilze heuer in welcher top Qualität zu finden sind.  Von Schwammerl suchen kann keine Rede sein. Es ist eher Schwammerl ernten. Bei jeder Wanderung sollte man ein kleines Messer und einen Papiersack dabei haben um die herbstlichen Begleiter mit nach Hause nehmen zu können. Dabei bitte daran denken, dass die Schwammerl für alle da sind und man nur so viele und die mitnimmt, die man auch selbst verarbeiten kann. Die meisten Sorten eignen sich nicht zum Lagern.

Start über den Kalvarienberg

 

Abmarsch beim Seehotel das Traunsee zwischen Reiterhaus und Hofrichterhaus entlang des Kapellenweges (die Kreuzwegkapellen wurden zur Zeit der Jesuiten von der "Todesangst-Christi-Bruderschaft" 1969 erbaut). Den Kalvarienberg, der der erste dieser Art im Salzkammergut war, mit seinen vielen Stufen hinauf bis zur Kalvarienbergkappelle. Diese beheimatet eine barocke Kreuzigungsgruppe in Lebensgröße eingebettet in die krippenartige Landschaft des Salzkammergutes. 

 

Von dort weiter Richtung Zellerlweg. Kurz bevor der Weg in die Forststraße übergeht, gibt es links einen Steig der durch gelbe und blaue Punkte gekennzeichnet ist und als nicht versicherter Jägersteig auf den Baalstein gilt.

Gutes Schuhwerk und Schwindelsfreiheit sind hier vorausgesetzt. Der Weg gibt gerade im Spätherbst (wann die Bäume Ihr Blätterkleid bereits verloren haben) einen fantastischen Blick auf die Halbinsel von Traunkirchen.

Blick vom Baalstein

 

Nach dem man durchwegs felsiges Gelände durchquert hat (übrigens passiert man hier ein Gipfelbuch, das eher ein Wegbuch ist)  kommt man in den Hochwald. Hier leise sein, meist hält sich hier eine Gruppe von Gämsen auf.

Den höchsten Punkt kann man sich aussuchen. Wer nicht schwindelfrei ist, wendet sich von der erreichten Schneid nach rechts und geht zum Baalstein, einem flachen Aussichtspunkt (Gipfelbuch) mit wunderschöner Fernsicht nach Norden.

Wer es gerne ein bisschen ausgesetzt hat geht vorbei an der Naturkletterwand der Geißwand (872 m) und erklimmt die von hinten. Ein kleines Kreuz und ein Gipfelbuch erwartet Sie für die Anstrengungen.

Traumhaftes Panorama

Blick von der Gaiswand

 

Der Abstieg erfolgt westlich vom Baalstein über den versicherten Wanderweg. Vorsicht im unteren Bereich ist dieser Weg bei Regen manchmal sehr schmutzig. Der Abstiegsweg bindet in den Zellerweg ein.

Der Aufstieg dauert eine Stunde, der Abstieg über den Zellerlweg auch eine Stunde.  Ideal ist auch der Einstieg als Tagestour direkt ab Traunkirchen Ort Bahnhof.

 

Blick auf Traunkirchen von der Gaiswand


Über Wolfgang Gröller

Wolfgang Gröller ist mit ganzem Herzen Hotellier, Wirt und Traunkirchner. Er führt in 3. Generation mit seiner Frau Monika die Traunseehotels. An seiner Heimat Traunkirchen schätzt er die einzigartige Natur und das vielfältige Brauchtum.